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Lovish im Test

Ein verliebter Ritter, der die vom Bösewicht entführte Prinzessin befreien muss? Den spielen wir doch gerne, und das können wir auch im neuen Jump and Run von Publisher Dangen. Das für den PC erschienene Lovish bietet Retro-Look und knifflige, handgezeichnete 1-Bildschirmlevel.

Wünscht ihr euch manchmal die große Zeit des Nintendo Game Boy Advance zurück? Games ohne viel Schnickschnack – nur Gameplay? Ich nicht, aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich auf dem winzigen Bildschirm nicht mehr viel sehen würde. Aber zum Glück gibt es ja auch heute immer wieder neue Releases, die leicht verständliches Gameplay mit moderner Technik kombinieren und damit kurzweiligen Spielspaß bieten.

Die Entwickler von Labs Works haben bereits mit ihrem 2021 erschienenen Metroidvania Astalon: Tears of the Earth beweisen, dass sie genau das können. Mal sehen, ob ihnen dies mit Lovish auch wieder gelungen ist.

Bedingungslose Liebe

Prinzessin Tsuna wird vom bösen Devil Lord entführt und in sein Schloss gebracht. Also macht sich die typische Fantasy-Party auf den Weg, sie wieder zu befreien. Wir, der ehrenwerte Ritter Sir Solomon mit unserem Schwert, dazu ein Dieb, ein Zauberer und ein Ranger. Beim Schloss angekommen finden wir unsere Begleiter aber nicht mehr so toll – was ist, wenn sich die gerettete Prinzessin in einen von denen verliebt? Also bringen wir unsere drei (möglichen) Konkurrenten um die Lieber der Prinzessin schnell mal um die Ecke – es kann nur einen Helden geben. Und der sind wir!

Das Schloss vom Devil Lord besteht aus 80 Leveln (und ein paar Bonusleveln), die wir nacheinander absolvieren müssen. Jeder Level ist genau einen Bildschirm groß. Unser Ziel ist es, vom Eingang zum Ausgang zu gelangen. Am Weg dorthin lauern aber natürlich ein paar Gefahren – die nicht auf festen Wegen durch Gegend umherirrenden Gegner, Fallen (vor allem die von Jump and Run-Fans so geliebten Spitzen), zerbröselnde Untergründe… Oft müsst ihr eine oder mehrere Druckplatten aktivieren, um die Tür zu öffnen, oft einen Schlüssel finden. Sowohl Gegner als auch Spikes sind bei Berührung sofort tödlich. In diesem Fall könnt ihr aber zügig den Level neu starten – zumindest solange ihr noch eines eurer Anfangs 200 Leben habt. Während des Spieles findet ihr aber immer wieder neue Leben, sodass es nicht nach 200 Toden vorbei ist.

Alle 10 Level kommt es zu einem Bosskampf. Während die meisten Gegnern nach drei Treffern tot sind, halten die Bosse eine Menge an Treffern aus! Im Spiel gibt es einen Shop, in dem ihr nützliches Zeug wie ein Handy zur Benutzung von Social Media oder Upgrades wie den Schlag nach oben oder die Fähigkeit zum Dashen kaufen könnt. Leider ist das Zeug alles ziemlich kostspielig, die zum Einkauf notwendigen Münzen sind nur recht spärlich in den Leveln verteilt. Das günstigste Extra ist die Hitpoint-Anzeige für Bosse – sehr nützlich.

Abwechslung trotz einfachem Gameplay

In jedem Level sind drei Kronen versteckt, die sich aber erst nach Erfüllen von bestimmten Voraussetzungen zeigen… einmal war es das Töten aller Gegner, einmal das Auslöschen aller Fackeln. Bei jedem Level wird die Zeit genommen. Sobald ein Level freigeschalten wurde, könnt ihr in jederzeit wieder starten – zB um eure Zeit zu verbessern oder eine Goldene Krone (die zweite und dritte Krone wird erst später freigeschalten) zu suchen. Oder einfach, um noch eine Goldmünze einzusacken, damit ihr euch die teuren Gimmicks aus dem Shop leisten könnt. Zwischen den Leveln passiert immer etwas Zufälliges. Ihr findet beispielsweise eine Kiste, einen Zaubertrank (trinken ja/nein?), etwas zu Essen, ein Amulett, eine Schriftrolle, einen Gegner oder gar ein kleines Minispiel – manchmal mit kleinen Auswirkungen auf das Hauptspiel.

Hardwareanforderungen am PC? Nunja, wenn euer PC das Betriebssystem hochfahren kann, läuft auch Lovish damit. Gamepad (inkl. Virbration) und Ultrawide-Monitore werden unterstützt. Lovish spielt sich nicht nur hervorragend auf meinem Lenovo Legion Handheld, sondern ist geradezu wie gemacht für solche Dinger. Speicherstände in der Cloud werden unterstützt – ihr könnt also Abends am Spielerechner zocken und dann morgens am Handheld/Laptop beim Pendeln in die Schule/Arbeit weitermachen!

Zusammenfassung

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