Razer hat zwei neue Controller für Xbox Series X|S und PC vorgestellt. Die Wolverine V4-Reihe umfasst den kabellosen Wolverine V4 Pro und die kabelgebundene Wolverine V4 Tournament Edition. Beide Modelle setzen laut Hersteller auf kontaktlos arbeitende kapazitive Sensoren in den Analogsticks. Diese sollen Verschleiß und Stick-Drift begrenzen; ob sich die Technik im Alltag bewährt, lässt sich aus den Herstellerangaben allein nicht beurteilen.
Am PC nennt Razer eine Abfragerate von bis zu 8.000 Hz, per Kabel beziehungsweise beim Pro auch über die Funkverbindung. An Xbox Series X|S sind laut Hersteller bis zu 250 Hz vorgesehen. Die Zahlen beschreiben die Häufigkeit der Eingabeübertragung und sind keine unabhängige Messung der gesamten Eingabeverzögerung. Laut Razer erfassen die Analogsticks mithilfe eines 16-Bit-Wandlers rund 3.000 Bewegungsschritte. Dieser Wert stammt aus einer Messung des Herstellers mit Funkdongle am PC. Zur weiteren Ausstattung gehören programmierbare Zusatztasten, ein Acht-Wege-Steuerkreuz und Trigger, zwischen deren kurzem Anschlag und vollem analogen Weg umgeschaltet werden kann. Razer richtet die Reihe damit vor allem an Spieler, die ihre Tastenbelegung für unterschiedliche Genres anpassen möchten.
Der Wolverine V4 Pro bietet die umfangreichere Ausstattung: Vier Rücktasten lassen sich magnetisch abnehmen, ebenso die Frontabdeckung. Austauschbare Stick-Kappen und vier gespeicherte Profile erlauben weitere Anpassungen. Die Auslösepunkte der Pro HyperTriggers können in Razer Synapse laut Hersteller zwischen 1,3 und 8,2 Millimetern eingestellt werden. Zwei zusätzliche Bumper liegen an der Oberseite. Die Tournament Edition übernimmt das Grundkonzept als kabelgebundene Variante; Funkverbindung, abnehmbare Front und wechselbare Rücktasten bleiben dem Pro vorbehalten.
Für den Wolverine V4 Pro nennt Razer eine unverbindliche Preisempfehlung von 209,99 Euro, für die Tournament Edition 109,99 Euro. Beide Geräte werden laut der deutschen Pressemitteilung über Razers Shop, RazerStores und ausgewählte Händler angeboten. Wer zwischen den Modellen wählt, sollte vor allem auf Verbindung, Wechselteile und den erheblichen Preisabstand achten: Die hohe Abfragerate am PC allein sagt noch wenig darüber aus, wie sich ein Controller in einem konkreten Spiel anfühlt.

