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Cursed Blood angespielt

Während des Steam Next Festes (23. Februar – 2. März) erscheint eine Demo des neuen Action RPGs von David Marquardt Studios – Cursed Blood. Am 2. April soll dann der Early Access-Verkauf auf Steam beginnen.

Draußen ist es extrem kalt, und auf meinem Spielerechner geht es auch nicht gerade heiß her. Nachdem es auf der AAA-Front aktuell nichts Neues gibt, ist es wohl an der Zeit, mir ein neues Indie-Spiel anzusehen. Und da kommt mir die Preview-Version von Cursed Blood gerade richtig. Wer mag denn ein schnelles, brutales Koop-Roguelite nicht?

Und das mit 4 Spielern! 4 Spieler im Online Modus klingt ja gut, aber dazu müsste ich einmal drei Freunde finden, die sich das Spiel auch kaufen. Cursed Blood hat für dieses Problem aber eine Lösung – denn hier sollen auch 4 Spieler im lokalen Mehrspielermodus möglich sein. Ich kann also auf der Couch oder über Steam Remote Play mit meinen Freunden auch gemeinsam spielen, obwohl nur ich eine Kopie des Spieles besitze. Ich bin schon gespannt.

Die Affen sind los

Nachdem der heilige Blut-Schrein von Vermillion von der Mafia entweiht wurde, erwachen die steinernen Wächter-Affen zum Leben und gehen auf einen Rachefeldzug! Nur die abgeschlagenen Köpfe der Frevler (bzw. der Bossgegner) können die Entweihung des Tempels wieder heilen. Wählt einen von vier Affen (leicht unterschiedliche Werte) und lasst mit euren Katanas das Blut der Frevler nur so spritzen – eine viel seltsamere Story kann man sich eigentlich kaum ausdenken. Aber das tut ja wenig zur Sache, denn wenn ihr tiefgehende Weltliteratur aufsaugen wollt, besorgt euch halt ein gutes Buch. Wenn ihr jedoch ein flottes Action-RPG spielen wollt, ist die Hintergrundgeschichte nur der Vorwand für die ganze Action. Und von Action gibt es in Cursed Blood genug.

Das Gameplay erinnert auf den ersten Blick an die üblichen isometrischen Action-RPGs a la Hades. Ihr steuert euren Charakter über das Spielfeld, tötet Feinde im Nahkampf (und mit ein paar Fernwaffen, die permanent an Munitionsmangel leiden), weicht gegnerischen Attacken aus, lauft, springt und dasht, blockt feindliche Angriffe und sammelt Beute ein, während ihr regelmäßig zwischen mehreren Upgrades wählen könnt, um euren Charakter zu verbessern. Wenn ein Run endet, landet ihr am Startpunkt und beginnt in einer neu generierten Welt von Neuem. Außer ihr habt vorher einen Checkpoint aktiviert (was euch mit einem Fluch belegt…) – dann startet ihr nämlich von dort (funktioniert aber nur begrenzt oft).

Dank Permaupgrades startet ihr neue Runs möglicherweise mit einem geringfügig verbesserten Charakter. So weit wäre das zwar durchaus gut (ich liebe Hades…), aber noch nichts sonderlich Neues. Cursed Blood spielt sich aber ein wenig anders. Im Gegensatz zu all den üblichen Genrevertretern spielt ihr nämlich in einer Welt, in der ihr nicht von Raum zu Raum vorangeht und wo sich die Türen zum nächsten Raum erst öffnen, sobald ihr alle Gegner erledigt habt. Die Level von Cursed Blood sind ohne künstlichen Sperren. Ihr könnt vom Eingang bis zum nächsten Bossgegner laufen, ohne zu kämpfen. Zumindest in der Theorie. Um Kämpfe zu vermeiden, müsst ihr nämlich ungesehen bleiben, also an euren Gegnern vorbeischleichen. Und das funktioniert natürlich nicht immer. Was aber immer wieder funktioniert, ist das Anschleichen. Nähert euch einem unaufmerksamen Gegner von hinten und schlitzt ihm die Kehle auf. Das spart euch den Kampf, und es bringt euch Blut – und das braucht ihr um zu überleben. Takedowns von betäubten Gegnern verbessern eure Gesundheit. Mit im Kampf verdienten Blood Orbs verbessert ihr euren Charakter.

Blood everywhere

Nehmt die Feuerwaffen (Pistole, Tommy Gun) von toten Gegnern auf und schießt aus nächster Nähe auf die verbleibenden Angreifer, bis eure Munition aufgebraucht ist. Werft ihnen dann die leergeschossene Waffe ins Gesicht, bevor ihr ihnen mit eurem Katana den Rest gebt. Kombiniert Katana-Kämpfe mit Wurfmessern, elektrischen Shuriken und blutbetriebenen Fähigkeiten. Tötet ihr Gegner, spritzt das Blut wie wild durch die Gegend. Vor lauter Blut sieht man kaum noch den Hintergrund. Allerdings ist das Blut ein zentrales Element des Spieles – ihr könnt es nutzen, um euch zu heilen oder eure Figur mit Blut-Boosts zu mutieren. Durch die Permaupgrades werden neue Katanas und Ausrüstung sowie Upgrades freigeschaltet, die den Spielverlauf in zukünftigen Durchläufen erheblich verändern. Englische Sprachausgabe gibt es, aber leider meist ohne Untertitel.

Der lokale Vierspielermodus funktioniert grundsätzlich gut – aber es wird dann ein wenig chaotisch und eng am Bildschirm. Wenn ihr gemeinsam mit Freunden spielt, könnt ihr euch gegenseitig wiederbeleben. Damit das Spiel aber nicht zu einfach wird, passt es sich dynamisch an die Gruppengröße an. Es ist möglich, das ihr mit einer gemischten Party – beispielsweise mit eurer Frau auf der Couch und mit einem anderen Freund online, gemeinsam spielt.

Cursed Blood wird am 2. April auf Steam im Early Access erscheinen. Die Entwickler planen, im Laufe der weiteren Entwicklung noch zusätzliche Biome, Bosse, Waffen und Mutationen einzubauen. Die technischen Anforderungen sind gering – bereits eine Nvidia 450 GTS und 4 GB RAM sind ausreichend. Mein Xbox Gamepad hat super funktioniert, ebenso das Spielen auf dem Ultrawide-Monitor.

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