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Resident Evil Requiem im Test

Mit Resident Evil Requiem kehrt Capcom zurück zu den Wurzeln der Reihe und wagt gleichzeitig den nächsten Schritt nach vorn. Horror und Action stehen erneut im Mittelpunkt, doch diesmal erzählt das Spiel seine Geschichte aus zwei Perspektiven, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Zwischen düsterer Atmosphäre, beklemmenden Momenten und brachialen Kämpfen erwartet uns ein Abenteuer, das alte Fans abholt und gleichzeitig frische Akzente setzt. Ob der Titel dem hohen Anspruch der Reihe gerecht wird, schauen wir uns genauer an.

Story

In Resident Evil Requiem verfolgen wir nicht nur eine Story, sondern anders als bei dem letzten Teil der Reihe wieder zwei sich zunehmend überschneidende Handlungsstränge.

Wir beginnen mit Grace Ashcroft, FBI Agentin und Tochter der Journalistin Alyssa Ashcroft. Ihre Mutter wurde Jahre zuvor von Leuten ermordet, die definitiv mehr über den Vorfall in Raccoon City wissen und alles tun, um die Wahrheit zu verbergen. Grace bekommt den Auftrag, mysteriöse Todesfälle in genau dem Hotel zu untersuchen, in dem seinerzeit ihre Mutter getötet wurde. Dann entführen auch noch ein seltsamer Wissenschaftler namens Victor Gideon in eine Heilanstalt. Wir stellen uns also unserer Vergangenheit und treffen dabei auf, na, richtig, Leon S. Kennedy.

Unser mittlerweile etwas gealterter Lieblingscharakter ist ebenfalls in der Stadt unterwegs und ermittelt, wie könnte es anders sein, zu den altbekannten Themen Raccoon City, T Virus und Co.

Alles eine Frage der Perspektive

Zum ersten Mal in der Geschichte von Resi stehen uns von Anfang an sowohl der First Person Modus als auch der Third Person Modus zur Verfügung. Beide können separat für Grace und Leon eingestellt werden. Beides hat seinen Reiz, denn der Horror ist in der Ego Ansicht bei Grace definitiv intensiver. Allerdings fand ich es auch ziemlich nervenaufreibend zu sehen, wie Grace bei der Flucht stolpert und stürzt.

Bei Leon ist die Third Person Ansicht ganz klar im Vorteil. Die geballte Action in Form von brutalen Finisher Moves kommt einfach besser, wenn die Kamera nicht ständig herauszoomt.

Gameplay

Das Grundprinzip ist gleich geblieben. Wir bewegen uns in einem größeren Areal, in dem wir erst Stück für Stück die Zugänge freischalten müssen. Dazu müssen Rätsel gelöst, Gegenstände zusammengetragen und Geheimgänge entdeckt werden.

Ebenfalls für Kenner der Reihe bekannt sind knappe Ressourcen und Inventarplätze. In Saferooms wird nicht nur klassischerweise an der Schreibmaschine der Spielfortschritt gespeichert, sondern auch alles, was nicht gerade benötigt wird, in Truhen verstaut.

Nach und nach bekommen wir aber die Möglichkeit, Gegenstände herzustellen. Aus Metall wird Munition und aus Blut Medizin. Außerdem können wir im Labor, sofern wir ein kleines Logikrätsel lösen, auch dauerhaft unsere Perks verbessern, um zum Beispiel unsere Gesundheit zu erhöhen oder den Umgang mit der Waffe zu verbessern.

Die Kämpfe sind ein wahrer Genuss. Einem Gegner ins Bein zu schießen und ihm dann den Rest zu geben, fühlt sich stets spürbar nach einem kleinen Sieg an. Während wir mit Grace froh sind, nicht ständig gebissen zu werden, gleicht Leon schon fast einem Berserker, wenn er seine Tomahawk Axt oder eine Kettensäge schwingt.

Ab und an trifft man, wie in der Reihe üblich, auch auf Gegner, die ihr nicht klein bekommt und denen ihr zwangsläufig nur aus dem Weg gehen könnt. So wird die Spannung hochgehalten und man fühlt sich nie ganz sicher. Auch längst erledigte Gegner stehen plötzlich wieder auf und mutieren, wenn ihr es am wenigsten erwartet. Besonders angetan haben es uns die singenden Ladies. Der Gruselfaktor ist dank creepy Gesang und Schleier vor dem Gesicht sehr hoch, vergleichbar mit den Regeneratoren aus Resi 4. Sie fressen viel Munition, bis sie endlich erledigt sind.

Technik & Grafik

Hier gibt es unserer Ansicht nach nichts zu meckern. Keine Bugs, keine Glitches, keine Probleme bei der Steuerung. Alles läuft smooth und auf gewohnt hohem Niveau.

Die Charaktermodelle sehen wahnsinnig gut aus und auch die Vertonung ist grandios geworden. Sowohl die deutschen, japanischen als auch englischen Sprecherinnen und Sprecher liefern hier ordentlich ab. Apropos Sound, die Geräusche der Infizierten und auch die unserer Schusswaffen in geschlossenen Räumen könnten nicht realistischer klingen.

Die Steuerung funktioniert aufgrund der guten Standard Tastenbelegung wunderbar und Capcom zeigt hier wieder, dass sie etwas von ihrem Handwerk verstehen.

Zusammenfassung

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