Das Genre der Horde-Survival-Action-Spiele bekommt düsteren Zuwachs: Jotunnslayer: Hordes of Hel schickt uns gegen nordische Bestien und mächtige Jotunn. Doch bringt die Hordenjagd genug spielerischen Tiefgang mit? Und wie schlägt sich die Switch 2, wenn Hunderte Gegner gleichzeitig den Bildschirm fluten?
Die Entwicklungsgeschichte von Jotunnslayer: Hordes of Hel begann, wie bei vielen modernen Indie-Titeln, auf dem PC. Das slowakische Studio Games Farm, das bereits mit Vikings: Wolves of Midgard Erfahrung im Dark-Fantasy-Genre gesammelt hatte, veröffentlichte das Spiel zunächst im Early Access. Das Feedback der Community floss anschließend in die weitere Entwicklung ein: Neue Inhalte kamen hinzu, während unter anderem das Balancing und die Fortschrittssysteme überarbeitet wurden. Am 3. September 2025 erschien schließlich die Vollversion, zeitgleich mit den Fassungen für PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Knapp elf Monate später bringt Publisher Grindstone die Horden-Action nun auch auf die Switch 2.
Inhaltlich versetzt euch Jotunnslayer: Hordes of Hel direkt in die düstere Welt der nordischen Mythologie. Als gefallener Krieger erwacht ihr nicht im erhofften Walhalla, sondern in den eisigen Tiefen Helheims. Dort rüstet die Totengöttin Hel ihre Armeen, um die Neun Welten zu unterwerfen. Euch bleibt nur, euch durch scheinbar endlose Horden aus Untoten, Dämonen und mächtigen Jotunn zu kämpfen. Unterstützung erhaltet ihr von den Göttern Asgards: Durch die Kräfte von Thor, Odin, Freya und weiteren Gottheiten wächst eure Macht – und damit die Hoffnung, Helheim doch noch zu entkommen.

Göttliche Kräfte gegen endlose Horden
Spielerisch orientiert sich Jotunnslayer: Hordes of Hel am bekannten Horde-Survival-Prinzip: Während ihr eure Figur aus der gewohnten Isoperspektive aktiv durch die Arenen steuert, werden die meisten Angriffe weitgehend automatisch ausgeführt. Besiegte Gegner hinterlassen Erfahrungspunkte, mit denen ihr während eines Durchlaufs neue Fähigkeiten freischaltet oder vorhandene Attacken verbessert. Dabei kombiniert ihr die individuellen Stärken eures gewählten Charakters mit den Segnungen nordischer Gottheiten wie Thor, Odin oder Freya. So entstehen zunehmend mächtige Kombinationen, die ganze Gegnergruppen innerhalb weniger Sekunden vom Bildschirm fegen.
Für Abwechslung sorgen zusätzliche Aufgaben, die während der Gefechte erfüllt werden müssen und euch dazu zwingen, nicht ausschließlich vor den Horden davonzulaufen. Jeder Durchlauf endet schließlich im Kampf gegen einen mächtigen Boss. Scheitert ihr, bleiben bestimmte freigeschaltete Verbesserungen erhalten, wodurch eure Chancen beim nächsten Versuch steigen. Das Grundprinzip ist simpel, entwickelt durch die verschiedenen Charaktere, Götterkräfte und Schwierigkeitsgrade jedoch genügend taktische Tiefe.
Die Switch 2-Version von Jotunnslayer: Hordes of Hel bringt sämtliche Inhalte der PC-Vollversion mit: Zur Auswahl stehen alle 7 individuellen Heldenklassen, vom wuchtigen Barbaren bis zur magiekundigen Seherin, die sich durch 6 düstere Welten schlitzen und sich 6 gewaltigen Endbossen stellen müssen. Nicht mit dabei ist die Conan-Erweiterung, sowie die verschiedenen Armor-Packs. Diese sind als kostenpflichtige DLCs erhältlich.
Stabile Horden-Action trotz technischer Abstriche
Technisch hinterlässt Jotunnslayer: Hordes of Hel auf der Switch 2 einen überzeugenden Eindruck. Trotz der schwächeren Hardware läuft das Spiel sowohl am Fernseher als auch im Handheld-Modus flüssig und präsentiert sich optisch sauber. Gegenüber PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S fallen Auflösung, Bildschärfe, Detailgrad und Effekte zwar etwas geringer aus, wodurch das Spielgefühl selbst aber kaum beeinträchtigt wird. Selbst bei großen Gegnerhorden bleibt das Geschehen bemerkenswert stabil. Für kurze Runden unterwegs oder längere Sessions auf der Couch sind die visuellen Kompromisse daher gut vertretbar.
Ein besonderes Merkmal der Switch-2-Version ist der eigens angepasste lokale Koop-Modus. Über die Shared-Screen-Funktion können zwei Spieler jederzeit gemeinsam an einer Konsole antreten und sich mit jeweils einem Joy-Con durch die Monsterhorden kämpfen. Der gemeinsame Überlebenskampf verleiht dem Titel noch einmal eine spürbar dynamischere und extrem unterhaltsame Komponente.
Zusammenfassung
FAZIT
Jotunnslayer: Hordes of Hel hat mich auf der Switch 2 vor allem mit seinem geradlinigen Spielfluss und den vielseitigen Kombinationsmöglichkeiten bei den Fähigkeiten und Verbesserungen der Helden überzeugt. Die kurzen, actionreichen Durchläufe eignen sich hervorragend für unterwegs, entfalten aber auch am TV ihren Reiz. Zwar bietet das Spiel langfristig nicht die größte inhaltliche Vielfalt, doch die Kombination aus nordischer Atmosphäre, den unterschiedlichen Charakteren und der stetigen Weiterentwicklung motivieren immer wieder zu einem weiteren Versuch. Technisch läuft die Portierung erfreulich stabil, auch wenn andere Plattformen optisch etwas mehr bieten. Für Fans des Horde-Survival-Genres ist die Switch-2-Version eine überzeugende Alternative.
