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GRIME II im Test

Schmutzig, dreckig und brutal – also total unterhaltsam. Das verspricht zumindest das neue Metroidvania GRIME II von Clover Bite aus Haifa, wenn es sich an seinem hervorragenden Vorgänger orientiert.

Tolle Neuigkeiten für mich – eines meiner absoluten Lieblingsgames der letzten Jahre – das 2021 erschienene Metroidvania GRIME – hat einen Nachfolger erhalten. GRIME war manchen meiner Freunde zu ekelig, aber ich habe es gesuchtet. Feinde töten und ihre Kräfte aufsaugen war einfach genial, und genau hier setzt auch der Nachfolger an.

GRIME II baut auf dem ersten Teil auf, und versetzt uns wieder in die selbe surreale Welt, in der wir wieder Gegner zerlegen und  assimilieren dürfen. Das 2D-Metroidvania Gameplay ist erhalten geblieben, nur die Grafik schaut diesmal noch ein wenig besser aus.

Assimiliert eure Feinde

Wie aus der Ursuppe heraus kriechen wir in die Welt – eine Welt voll ekliger Kreaturen und schleimiger Pfützen. Wir selbst schauen eigentlich relativ menschlich aus – ein muskulöser Körper, ein Kopf ohne erkennbare Features. Sehr rasch haben wir auch unsere erste Waffe in der Hand, eine Art Axt. Springen, dashen, parieren, (besonders hart) zuschlagen können wir von Anfang an, während wir die Welt auf der Suche nach Beute durchstreifen. Wir töten unsere Gegner nicht einfach nur, wir lernen auch von ihnen und entnehmen ihnen Körperteile, die wir selbst gut brauchen können um dadurch Spezialangriffe zu erhalten – sobald wir genügend Feinde einer bestimmten Art assimiliert haben. Wir saugen auch ihren Atem auf, mit dem wir uns heilen können.

Die herumstreifenden Kreaturen sind surreal – Hände im Boden, stachelige Kreaturen mit Beinen, Finger mit Beinen, bald treffen wir aber auch Wesen, mit denen wir kommunizieren können und natürlich auch auf Bossgegner, die uns mit mehreren Phasen das Leben schwer machen.

Backtracking

GRIME II bietet die für ein Metroidvania üblichen Features – beispielsweise eine automatisch mit gezeichnete Karte. Als besonderes Feature wird auf der Karte immer auch euer letzter Weg mit Punkten angezeigt – das ist unglaublich hilfreich zur Orientierung. Damit wird das genreübliche Backtracking (zu bereits besuchten Orten zurückkehren, weil inzwischen neue Bewegungsmöglickeiten erlernt wurden) gleich ein wenig einfacher. Ein Inventar lässt uns die Rüstung wechseln, verschiedene Waffen ausrüsten, in der Charakterübersicht sehen wir unsere aktuellen Charakterwerte und Fähigkeiten sowie unsere bisher erlegte Beute. Wenn wir sterben, werden wir an den letzten Speicherpunkt zurückgesetzt. Verschiedene Schwierigkeitsgrade gibt es nicht, aber ihr könnt den erlittenen/ausgeteilten Schaden erhöhen/reduzieren – und dann keine Achievements mehr erhalten. Gamepads werden natürlich unterstützt.

GRIME II spielt sich auf meinem Lenovo Legion S Handheld ziemlich gut – aber erst, nachdem ich die Grafikqualität deutlich reduziert habe. Mit hoher Textur- und Schattenqualität geht das Gerät in die Knie und die Grafik ruckelt. Dreht man aber die Qualität zurück läuft es flüssig – und schaut immer noch verdammt gut aus. Die empfohlene Mindestkonfiguration am PC mit Nvidia GeForce GT 1030 / AMD Radeon RX 550 und 8 GB RAM ist überschaubar, aber wenn ihr die Grafik in voller Pracht genießen wollt, solltet ihr wohl vor allem eine deutlich leistungsfähigere GPU im Rechner werkeln haben. Neben dem PC ist GRIME II auch für die PlayStation 5 und die XBox erschienen.

Zusammenfassung

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