Ubisoft hat die Geschäftszahlen für das Finanzjahr 2025/26 vorgelegt. Der Konzern meldet deutlich niedrigere Net Bookings, hohe Verluste und einen laufenden Umbau, der auch gestrichene und verschobene Projekte umfasst.
Ubisoft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/26 Net Bookings in Höhe von 1,525 Milliarden Euro erzielt. Das entspricht einem Rückgang von 17,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die IFRS-Umsätze sanken um 21,8 Prozent auf 1,396 Milliarden Euro. Gleichzeitig weist der Publisher einen IFRS-operativen Verlust von 1,322 Milliarden Euro aus, non-IFRS liegt das operative Ergebnis bei minus 1,045 Milliarden Euro.
Der Konzern begründet die Entwicklung unter anderem mit einem schwächeren Veröffentlichungsplan und dem laufenden strategischen Umbau. Im Zuge einer Portfolio-Prüfung wurden laut Ubisoft 7 Projekte eingestellt und 6 weitere verschoben. Zudem wurde die Kostenbasis reduziert: Ubisoft spricht von Einsparungen in Höhe von 118 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr und rund 325 Millionen Euro seit dem Geschäftsjahr 2022/23. Die Zahl der Beschäftigten lag Ende März 2026 bei 16.590 und damit rund 1.200 unter dem Vorjahreswert.
Ein zentraler Bestandteil des Umbaus ist die bereits abgeschlossene strategische Transaktion mit Tencent, die Ubisoft nach eigenen Angaben 1,16 Milliarden Euro an Barmitteln brachte. Parallel dazu baut der Konzern seine neue Struktur rund um Vantage Studios und mehrere „Creative Houses“ weiter aus. Für Assassin’s Creed wurde ein eigenes Führungsteam eingerichtet.
Für Spielerinnen und Spieler ist vor allem der Ausblick interessant. Ubisoft nennt für das Geschäftsjahr 2026/27 unter anderem Assassin’s Creed Black Flag Resynced, ein Remake von Assassin’s Creed IV: Black Flag, das am 9. Juli 2026 erscheinen soll. Entwickelt wird das Projekt von Ubisoft Singapore. Laut Finanzbericht soll das Remake auf einer aktuellen Version der Anvil-Engine basieren und überarbeitete Grafik, Kampf-, Stealth-, Parkour- und Seefahrtsmechaniken sowie zusätzliche Story-Inhalte bieten.
2026/27 dürfte aus finanzieller Sicht dennoch ein weiteres Übergangsjahr werden. Ubisoft rechnet mit einem Rückgang der Net Bookings im hohen einstelligen Prozentbereich, einer negativen non-IFRS-operativen Marge im hohen einstelligen Bereich und einem Free-Cashflow-Verbrauch von höchstens 500 Millionen Euro. Erst ab 2027/28 erwartet der Konzern wieder eine Rückkehr zu positivem Free Cashflow und positivem non-IFRS-EBIT. Als Treiber nennt Ubisoft unter anderem neue Inhalte zu Assassin’s Creed, Far Cry und Ghost Recon sowie weiteres Wachstum bei Tom Clancy’s Rainbow Six Siege.
