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Coffee Talk Tokyo im Test

Ihr wollt dem stressigen Alltag entkommen und bei entspannten Lo-Fi-Beats ein paar Heißgetränke servieren? In unserem Review erfahrt ihr, ob Coffee Talk Tokyo der perfekte Kaffeeklatsch für euch ist. Und ab geht’s!

Ein richtig guter Kaffee am Morgen, ist bei mir ein absolutes Muss. Wenn mir die Action-Games mal wieder zu stressig werden, schalte ich gerne eine Stufe runter und hol mir ein Cozy-Game. Als 2020 das erste Coffee Talk erschien, war ich anfangs skeptisch, aber dann komplett schockiert, wie sehr mich das einfache Gameplay gefesselt hat. Nach dem großartigen Nachfolger von 2023 entführt uns das Entwicklerstudio Toge Productions im neuen Ableger nun in die wohl tollste Stadt der Welt, TOKYO! Versteht mich nicht falsch, Seattle war nice, aber Japan? Take my Money!

Eines will ich hier direkt vorweg klarstellen: wer ein tiefgründiges und bahnbrechendes Gameplay erwartet und auf heftige Action hofft, ist hier an der falschen Adresse. Aber das will das Spiel auch gar nicht sein. Es ist eine Cozy Visual Novel durch und durch, die genau weiß was ihre Stärken sind.

Kaffeeklatsch mit Menschen und Yōkai

Das Prinzip bleibt der Reihe absolut treu, bringt aber jede Menge frischen Wind an die Theke. Als Barista betreibt ihr ein Café im Herzen von Tokyo, das den Gästen Zuflucht von der schwülen Hitze bietet. Eure Kundschaft ist dabei alles andere als gewöhnlich. Neben normalen Menschen stolpern nämlich auch allerhand japanischer Fabelwesen durch eure Tür.

Insgesamt elf brandneue Charaktere machen es sich an eurer Bar gemütlich. Ihre Geschichten drehen sich um Liebe, Verlust, Identität und zweite Chancen im Leben. Es macht einfach unheimlich viel Spaß, den Dialogen zu lauschen und zu sehen, wie die Schicksale der unterschiedlichen Figuren miteinander verwoben sind. Über die überarbeitete In-Game-Social-Media-App „Tomodachill“ könnt ihr wieder mehr über eure Gäste und deren Hintergründe erfahren, was die Bindung zu ihnen nochmal verstärkt.

Die perfekte Mischung?

Euer einziger wirklicher Eingriff in das Geschehen ist das Zubereiten der Getränke. Ein gast will einen beruhigenden Matcha-Tee, der nächste einen klassischen Espresso oder eine kreative Eigenkreation. Ihr wählt die Zutaten aus der erweiterten Liste und mischt sie zusammen. Jetzt mit extra starken japanischen Einflüssen hehe. Serviert ihr das richtige Getränk im richtigen Moment, öffnen sich die Charaktere und die Story nimmt einen positiven Verlauf. Liegt ihr komplett daneben, müsst ihr mit den Konsequenzen leben.

Ein cooles neues Feature ist das schablonenbasierte Latte-Art-System. Ob Freihand oder mit Schablone entscheidet ihr dabei selbst, hat aber beides super mit Maus und Tastatur funktioniert. Klar, spielerisch wird das eventuell auf Dauer etwas eintönig, aber der Fokus liegt hier auch ganz klar auf der Story. Für die braucht ihr übrigens 8 Stunden, wollt ihr alles erledigt haben, könnt ihr bis zu 20 Stunden im Game versinken.

Sound & Atmosphäre

Der Sound ist mal wieder die halbe Miete und der Soundtrack überzeugt mit seinem Mix aus City-Pop und Lo-Fi-Beats komplett! Das nächtliche Tokyo-Feeling packt einen sofort und lässt euch in der Pixel-Art-Welt versinken. Ihr bekommt hier also sowohl für die Augen als auch für die Ohren puren Genuss serviert.

Zusammenfassung

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